Das iPad ist ein Lean Back Device – also auf Deutsch ein Zurücklehnen-Gerät. Diese Bezeichnung hat seinen Ursprung in der Art der Nutzung dieses Endgerätes: im Gegensatz zum Laptop oder Desktop-Rechner lehnt man sich mit dem iPad nicht nach vorn, um daran zu arbeiten – sondern man lehnt sich bei der Nutzung nach hinten und arbeitet oder surft daher (gefühlt) entspannter. Zu diesem Ergebnis kommt auch das Kölner Forschungs- und Beratungsunternehmen phaydon | research+consulting in einer qualitativen Studie zur iPad-Nutzung vom April 2010.
Nielsen hat im August 2010 eine Untersuchung unter 5.000 Konsumenten durchgeführt, von denen alle Besitzer eines Tablet-Computer wie iPad, eReader, Netbook oder Smartphone sind und sie gefragt, wie bzw. wofür sie ihre Endgeräte nutzen. Die Zusammenfassung der wichtigsten Untersuchungsergebnisse können als PDF hier heruntergeladen werden und 2 Charts daraus sind im Anschluss eingebettet.
Zunächst ein Vergleich von iPad- und iPhone zur Häufigkeit bei der Nutzung verschiedener Medien-Angebote:
iPad dominiert im Vergleich zu iPhone bei den Print-Angeboten wie Bücher und Magazinen sowie Video-Angeboten wie TV-Sendungen oder Filmen. Meiner Meinung nach liegt das im Vergleich zum iPhone schlichtweg am größeren Screen, der bei Print-Angeboten eine längere Nutzungsdauer ermöglicht und den Nutzer beim Medienkonsum weniger anstrengt als ein kleines Display. Das iPhone dominiert hingegen die Nutzung bei (schnellem) Informationsbedarf und dem Hören von Musik. Ich denke das liegt daran, dass das iPhone unterwegs schnell zur Hand ist um Informationen abzurufen und als handlicher MP3-Player genutzt wird.
Das 2. Diagramm geht näher auf das Downloadverhältnis bei Apps sowie deren Kategorien ein:
Laut Umfrage werden auf das iPad verhältnismäßig mehr kostenpflichtige (63%) als kostenfreie (5%) Apps heruntergeladen. Erstaunliche 32% der Nutzer haben sogar garkeine zusätzlichen Apps heruntergeladen. Von den heruntergeladenen, kostenpflichtigen Apps sind die Top 3-Kategorien: Spiele (62%), Bücher (54%) und Musik (50%).


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