There’s an app for that – durch Apples Universal-Slogan ist das Wort App in den Köpfen vieler Marketeers zur Wunderwaffe im Produktmarketing geworden. Jeder will seine App auf dem iPhone platzieren und somit die Aufmerksamkeit des Nutzers auf die Marke oder dessen Produkt ziehen.
Nun ist es jedoch nicht damit getan, auf die Schnelle eine App zu konzipieren und diese in den Appstore zu entlassen. Es sollten im Vorfeld einige grundlegende Überlegungen getätigt werden, um der App zum Erfolg zu verhelfen. Im Folgenden 10 Empfehlungen, die bei der Konzeption und Bewerbung der App beachtet werden sollten:
1. Echtzeit-Informationen
Der Nutzer erwartet, dass die Informationen beim Aufruf der App genauso aktuell sind wie bei einer PC-basierten Applikation.
2. Einfaches Bezahlsystem
Um den Nutzern ein Gefühl von Sicherheit zu geben, sollte man auf standardisierte Verfahren bei der Bezahlung zurückgreifen – die Bezahlmöglichkeit über iTunes oder den Netzbetreiber. Eine Eigententwicklung hätte es nur schwer sich zu etablieren.
3. Schnelles Antworten auf Nutzerfeedback
In Bezug auf eine App sind Nutzer sehr bereitwillig ihr Feedback zur Verbesserung dieser abzugeben. Diese Rückmeldungen sollten verarbeitet und zur Optimierung der App genutzt werden. Das heißt in der Quintessenz, dass man sich auf den Optimierungszyklus [Veröffentlichung - Feedback - Modifizierung - Veröffentlichung...] einlassen muss.
4. Mobiles Web ist nicht Desktop-Web
Das Platzieren von Bannern ist im mobilen Web seitens der Nutzer nur ungern gesehen, da Platz sehr beschränkt und für Informationen reserviert ist. Zudem sollte man sich überlegen, ob es für mobile Werbung nicht andere Messgrößen als den click-trough gibt und wie man die gewonnen Ergebnisse verwertet.
5. Kampagnenintegration
Die App sollte nicht das einzige Kampagnenwerkzeug sein – idealerweise sollte sie in eine übergreifende Kampagne integriert werden und für einen bestimmten Zweck konzipiert sein.
6. Kostenlos oder Bezahl-App?
Beide Ansätze sind denkbar. Wenn man für seine App Geld verlangt, sollte man darauf achten, dem Nutzer wirklichen Mehrwert für sein Geld zu bieten. Zielt die App letztlich nur darauf ab, ein anderes Produkt des Unternehmens zu verkaufen, ist das kostenlose Anbieten (und die damit größere Verbreitungswahrscheinlichkeit) der App sinnvoller.
7. Nutzer helfen Nutzern beim Finden von Apps
Weiß niemand von der neuen App, wird sie auch niemand herunterladen, ausprobieren und weiter empfehlen. Die Nutzung von Social Media-Plattformen, wie z.B. Facebook, zur viralen Empfehlung der App hilft bei der Verbreitung und Vermarktung. Hilfreiche Tipps, Insider-Infos und aktuelle Zahlen gibt es auf dem Partnerblog www.facebookmarketing.de
8. App-Marketing durch Nutzung bestehender Kanäle
Viele Unternehmen besitzen bereits etablierte Vertriebskanäle und sollten diese nutzen, um die App zu bewerben. Beispielsweise sollte sie auffällig auf der Website, auf der Social-Media-Präsenz oder in einer Print-Anzeige platziert werden.
9. Konzentriertes Marketing
Die gezielte und zeitlich gesteuerte Vermarktung einer App kann vergleichsweise besser sein, als dessen ständige Bewerbung. Konzentriert man die existierenden Marketingkanäle auf einen zeitlich begrenzten Zeitraum, steigert man dadurch die Downloadzahlen und erhöht die Platzierung im Appstore. Dies führt wiederum zu einer verbesserten Downloadwahrscheinlichkeit und Verbreitung der App.
10. Den iPod Touch nicht vergessen!
Das iPhone dominiert das Bewusstsein, wenn es um Apps geht. Oftmals wird der iPod Touch in dieser Hinsicht außer Acht gelassen, der jedoch ebenfalls stark verbreitet ist. Laut einer Untersuchung von AdMob (Juli 2009) neigen iPod Touch-Nutzer dazu, 2x so viele Apps herunterzuladen als vergleichsweise iPhone-Nutzer.
Quelle: Mobile Advertising News und AdMob.com

