Durch meinen vorigen Beitrag mit dem Titel Studie – iPhone Moms als neue Zielgruppe für Mobile Marketing bin ich auf die Fragestellung gekommen, welche Bedeutung mobilen Lernanwendungen und Spielen im Mobile Entertainment-Segment zukommt. Und da ich es natürlich nicht lassen kann, hier gleich noch ein Beitrag hinterher :-)
Meiner Meinung nach werden neben der mobilen Unterhaltung in Form von Musik, Filmen, Serien und Podcasts mobile Lernanwendungen und Spiele eine bedeutende Rolle im Mobile-Entertainment-Bereich einnehmen. Warum? Aus folgenden Gründen:
- Mobile Lernandwendungen und Spiele sind kompakt, immer zur Hand und vergleichsweise kostengünstig
- Per In-App-Purchase-Möglichkeit können sie kostengünstig erweitert werden (im Vgl. zu “physischen Spielen”)
- Mobile Lernanwendungen sind nicht auf einen Ort beschränkt und können über das Internet mit jeder Person auf der Welt gespielt werden
- Mobile Lernanwendungen und Spiele können zudem den Kontext der Umgebung (Ort, Zeit, Position, Verfügbarkeit anderer Personen) berücksichtigen, z.B. ob ein Freund in der Nähe ist, mit dem ich mich treffe und dann mit ihm spiele
- Mobile Anwendungen können durch Einbindung multimedialer Inhalte unterhaltsamer gestaltet werden
Ein schönes Beispiel für eine mobile Lernanwendung um einige der Punkte zu veranschaulichen ist Führerschein 2009/2010 (Appstore)
Die Vorteile liegen hierbei auf der Hand:
- Die Anwendung ist immer zur Hand, da es auf dem Handy/Smartphone installiert ist und ist somit zu jeder Zeit und an jedem Ort nutzbar
- Die Übungen können spielerisch gemeistert und durch interaktive Elemente oder Bewegtbild aufgepeppt werden
- Kein Aufwand mehr mit Papierbögen – die ausgewählten Antworten können einfach gelöscht und erneut von vorn begonnen werden
- Statistiken lassen sich erstellen, um den Lernverlau zu dokumentieren und auszuwerten
- Intutitive Bedienung und nutzerfreundliches Interface – der Nutzer wird durch die Anwendung geleitet
- Durch das Programm selbst können Sachverhalte erklärt werden
- Gesetzesänderungen können sofort eingebaut und per Update abgerufen werden
Zum Abschluss stellt sich noch die Frage, ob es für dieses Anwendungsgebiet schon eine Bezeichnung gibt. Wortgebilde wie Mobile Learning, Mobile Training oder Mobiletainment bieten sich an – ich persönlich tendiere zum Begriff Edutainment (Danke Martin!), der meines Erachtens das spielerische Lernen am besten beschreibt.

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